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Generalversammlung 2026:

Wachstum, Dividende und ein bevorstehender Generationenwechsel im Vorstand

Mit einem positiven Bericht über das Geschäftsjahr 2025 der Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree e G hat sich die langjährige Vorstandsvorsitzende Ramona Roggan in den Ruhestand verabschiedet (MOZ berichtete). Vor rund 170 Genossenschaftsmitgliedern beurteilte sie während der Generalversammlung in Bad Saarow am 24. Juni die wirtschaftliche Lage als gut. „Unsere Bank steht stabil da, sie ist nah am Menschen und auch in unruhigen Zeiten ein verlässlicher Partner“, so Ramona Roggan. Die Geschäftsergebnisse hätten die Planungen übertroffen. Die Bilanzsumme umfasst 360,7 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent gestiegen. Die Kreditvergabe ist ebenfalls gewachsen. Im Ergebnis ist das Kreditvolumen um 24 Mio. Euro gestiegen, das ist ein Plus von 13,8 Prozent. Allerdings gebe es aufgrund der konjunkturellen Lage bei kleinen und mittleren Unternehmen eine zögerliche Nachfrage. Um Kredite vergeben zu können, greift die Bank im Wesentlichen auf Einlagen zur Refinanzierung zurück. Deshalb sei es erfreulich, dass die Kundeneinlagen um 6,7 Prozent gewachsen seien - auf rund 309 Millionen Euro. Neben den bilanzwirksamen Kundeneinlagen habe die Bank auch weitere 194 Millionen Euro an Kundengeldern in Wertpapierdepots und Anlagen bei den Verbundpartnern betreut. Auf einen durchschnittlichen Beschäftigten entfällt bei uns ein durchschnittliches Kundenvolumen in Höhe von 15,8 Millionen Euro, so Ramona Roggan. Gestiegen seien die Kosten unter anderem für Personal und besonders für die Datenverarbeitung. Rund eine Million Euro zahle die Bank jährlich an Steuern, davon gehen auch 420 000 Euro Gewerbesteuern an die Gemeinden. Besonders profitiere Beeskow, wo sich der Hauptsitz der Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree befinde. Dank der guten Ertragslage wird an die rund 1600 Genossenschaftsmitglieder eine vierprozentige Dividende ausgeschüttet.

Über drei für sie wichtige Themen informierte Ramona Roggan zum Schluss: Die Bank hat ihre Beratung zum Edelmetallgeschäft erweitert, also das Investieren in Gold und Silber, das in Zusammenarbeit mit versierten Partnern nun auch im Sparplangeschäft betrieben werde. Zugleich warb sie für das neue digitale europäische Bezahlsystem WERO als Alternative zu amerikanischen Zahlungsdiensten. Mit WERO könne in Echtzeit und bequem per App bezahlt werden. „Wir haben großes Interesse, dass dieses europäische Bezahlsystem etabliert, wird“, so die Vorstandsvorsitzende.

Weiterhin informierte Frau Roggan darüber, dass die Kontoauszugsdrucker schrittweise „in Rente“ gehen. Hintergrund sei verändertes Kundenverhalten und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, was die Automaten für die Hersteller immer teurer mache und dazu führt, dass sich diese immer mehr aus dem Markt zurückziehen. Die vorhandenen Geräte, die für Rollstuhlfahrer und Blinde nutzbar sein müssten, seien nicht umrüstbar. Die Alternative sei ein Online-Postfach, die Bank gebe dabei Unterstützung, nötigenfalls würden Kontoauszüge per Post geschickt. „Wir helfen Ihnen“, versprach die scheidende Vorsitzende, die am 31. August mit 65 Jahren in den Ruhestand geht. Als ihren Nachfolger hat der Aufsichtsrat Herrn Christian Bölke zu Vorstand berufen.